
EXCREMENTORY GRINDFUCKERS – Wir haben Kuchen dabei
Die EXCREMENTROY GRINDFUCKERS eröffnen die Main Stage mit einer besonderen Geburtstagsshow. Seit 25 Jahren mischen die Hannoveraner bereits derbes Grindcore-Geballer mit bierseligem Schlager-Geschunkel. Zu diesem Anlass hat die Band extra eine überdimensionierte Geburtstagstorte in ihr Bühnenbild integriert und mit menschlichen Kerzen dekoriert, die während der gesamten Show als Background-Chor fungieren und mit ihrer weißen Kleidung einen schönen Kontrast zu den in neonschrille Sportleibchen gewandeten Musikern bilden. Frontmann Rob zeigt sich sichtlich gerührt:
„Dass das SUMMER BREEZE uns diesen Mist nochmal erlaubt, macht uns sehr, sehr glücklich!“
Trotz Jubiläum beschränken sich die EXCREMENTORY GRINDFUCKERS aber nicht auf einen Griff in ihre historische Mottenkiste, sondern packen gleich zu Beginn mit „Jetz is auch egal“ einen neuen Song aus, dem im Laufe des Sets noch drei weitere folgen, einer hitverdächtiger als der andere. Hinter der vordergründigen Nonsense-Fassade verbergen sich dabei große Menschheitsthemen wie „Durchfall im Moshpit“, große Gefühle wie beispielsweise Durst oder die unmissverständliche Aufforderung: „Einfach mal die Fresse halten“. Die Band selbst trifft den Nagel mit ihrem großen Hit „Taschengeld“ natürlich auf den Kopf:
„Es ist nicht grad subtil, doch es bedeutet uns sehr viel!“
Und natürlich sucht die Band noch immer auf den Spuren von David Hasselhoff nach Grindcore und zitiert von 2 UNLIMITED („Nein, kein Grindcore“) bis zur ERSTEN ALLGEMEINEN VERUNSICHERUNG („Vater Morgana“) die großen Helden ihrer Jugend. Das kommt bei der bunt durchmischten Fanschar vor der Bühne gut an, die zwischen zwei Circle Pits eifrig zu schunkeln beginnt. Wer hier nicht aus voller Kehle mitgröhlt, hat den Schlager nie wirklich geliebt – und den Alkohol vermutlich auch nicht. Dementsprechend lange dauert es auch bis sich am Ende der Show die dicken Staubwolken vor der Bühne wieder gelegt haben, die tausende im Kreis laufende oder wild auf und ab hüpfende Füße über den Platz treiben. (Florian Schörg)
14.08.2026



























