Zum Hauptinhalt
Dinkelsbühl | Germany -
LAMB OF GOD - Spaziergang in der Hölle

LAMB OF GOD – Spaziergang in der Hölle

Es scheppert. Es knallt. LAMB OF GOD nehmen die Bühne in Beschlag. Unter lautstarken „LAMB OF GOD!“-Rufen aus der Menge ballert „Ruin“ in den Abendhimmel. Der Headliner startet ohne Umwege und zeigt direkt, wer hier das Sagen hat. Von der ersten Sekunde an sitzt jeder Schlag, jedes Riff und jeder Schrei.

Randy Blythe schwingt sein Mikro wie ein Lasso, während vor der Bühne die Haare fliegen. Die Band ist in Bestform und drückt ordentlich aufs Tempo. Beim Gitarrensolo von „Grace“ gönnt sich die Menge kurz eine Verschnaufpause.

Luft holen. Haare richten. Deo nachlegen.

Und dann geht es auch schon weiter. Als Randy fordert: „Raise your fucking hands in the air“, schießen die Arme nach oben. Natürlich lässt sich die Menge nicht zweimal bitten. Die Reaktion fällt lautstark aus, passend zur Atmosphäre vor der Bühne.

„Scream for me, SUMMER BREEZE!“ Randy bedankt sich bei den Fans, die trotz der Hitze vor der Bühne stehen und gemeinsam mit der Band durch den Abend gehen. „Take a walk with me“, fordert er auf. Gerne doch, denn bei „Walk With Me In Hell“ wird es nämlich noch heißer. Feuerfontänen schießen in die Höhe und bringen die Front Row zusätzlich ins Schwitzen.

Vor der Bühne ziehen im Minutentakt Crowdsurfer über die Köpfe hinweg. Zwischendurch sorgen sogar ein paar Doppeldecker-Crowdsurfer für Aufsehen.

Musikalisch setzen LAMB OF GOD heute allerdings nicht auf Überraschungen. Die Setlist mischt ältere Abrissbirnen mit neueren Stücken, so ist in der bunten Tüte von „Laid To Rest“ bis „Memento Mori“ auch für jeden LOG-Anhänger etwas dabei. LAMB OF GOD wissen genau, welche Knöpfe sie drücken müssen, bleiben jedoch in ihrer Komfortzone.

Die US-Amerikaner erfinden das Rad nicht neu – und müssen sie auch nicht: Sie liefern genau das, was ihre Fans feiern: eine stabile Portion Groove Metal, Pyro-Effekte und eine Show, die den Abend an der Mainstage komplett rund macht.

(Jeanette)