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Dinkelsbühl | Germany -
DER WEG EINER FREIHEIT - Meister des Spannungsbogens

DER WEG EINER FREIHEIT – Meister des Spannungsbogens

Der atmosphärischste Auftritt der T-Stage am SUMMER-BREEZE-Freitag kommt von DER WEG EINER FREIHEIT. Trotz der mächtigen Konkurrenz durch ARCH ENEMY auf der Main Stage, ist das Publikum zahlreich erschienen. Die Würzburger Band hat vor knapp einem Jahr ihr sechstes Studioalbum „Innern“ veröffentlicht und bringt die darauf enthaltenen Stücke zum ersten Mal zum SUMMER BREEZE mit. Die Show beginnt mit einem sich langsam aufbauenden Spannungsbogen, eines der Markenzeichen der (Post-)Black-Formation.

DER WEG EINER FREIHEIT starten mit „Marter“ vom aktuellen Album. Kurz bevor der Song richtig Fahrt aufnimmt, erhebt sich vorfreudiger Jubel aus dem Publikum. Ein Schrei von Frontmann Nikita Kamprad, dann steigen die Instrumente furios ein. Eine flirrende Leadmelodie über der von Blastbeats getriebenen Rhythmus-Sektion macht das Stück zu einem für die Band typischen Song, ohne auf bereits ausgetretenen Pfaden zu wandeln. Auch lange, emotionale Instrumentalparts dürfen natürlich nicht fehlen.

Es folgt der ebenfalls neue Song „Xibalba“, bevor mit „Immortal“ vom 2021er Album „Noktvrn“ ein besonderes Lied ertönt. Kamprad übernimmt den sonoren Klargesang, der auf dem Album von Dávid Makó (THE DEVIL’S TRADE) stammt. Das für die Band eher ungewöhnliche Stück samt Elektro-Elementen hat sich seit Release zu einem festen Teil der Liveperformance entwickelt und lockert die sonst intensive Atmosphäre auf. Doch auch hier verdichtet sich der Sound und die Stimmung schlägt in Schwärze um.

Obwohl DER WEG EINER FREIHEIT nicht die gesprächigste Band sind, bauen sie eine Verbindung zum Publikum auf. Zu „Eos“, einem der Highlights des Sets, kommt Kamprad von der Bühne und spielt auf einer Box im Bühnengraben. Nähe im physischen Sinn. Der Song überzeugt besonders durch die langen Instrumentalpassagen, überrascht jedoch durch Vocals, die an Kehlgesang erinnern.

Mit „Ruhe“ vom selbstbetitelten Debüt „Der Weg einer Freiheit“ und „Aufbruch“ von „Finisterre“ wendet sich die Band noch ein paar älteren Stücken zu. Besonders „Aufbruch“, das eine Rezitation aus Marlen Haushofers „Die Wand“ zum Intro hat, sorgt für Gänsehaut. Schließlich beschließen DER WEG EINER FREIHEIT den Auftritt mit „Forlorn“. Es sei eine riesengroße Ehre, auf dem SUMMER BREEZE zu spielen, sagt Kamprad noch zum Abschied.

„Wir kommen gerne wieder“.

(Angela)