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Dinkelsbühl | Germany -
FIT FOR AN AUTOPSY - Kaugummi und Staubvollbedienung

FIT FOR AN AUTOPSY – Kaugummi und Staubvollbedienung

Nach einem brühend heißen Tag ist auf dem SUMMER BREEZE inzwischen ein lupenreiner Staubkrieg ausgebrochen. Durch den Partikelschleier ist der Bereich vor der T-Stage in eine regelrecht endzeitliche Stimmung getaucht und viele Anwesende haben sich Tücher vor die Gesichter gebunden, um den Atmungsapparat zu schonen. Die US-Amerikaner FIT FOR AN AUTOPSY erweisen dieser Gesamtsituation einen Bärendienst, denn der moderne, aber rifforientierte Deathcore-Sound der Band aus New Jersey provoziert geradezu Circle Pits, Wall Of Deaths und grundsätzlich eine Menge Bewegung. Einzig Schlagzeuger Josean Orta hat, trotz einer Menge Arbeit, die Ruhe weg und kaut selbst bei den flinksten Tempowechseln mit stoischer Ruhe Kaugummi. Frontmann Joe Badolato hat dabei hingegen etwas ganz anderes vor und macht ordentlich Alarm. Als dieser mit „Hostage“ den Opener des immer noch aktuellen Albums „The Nothing That Is“ ankündigt, wird klar, dass die Nordamerikaner nach ihrem 2024er-Werk auch mal wieder nachlegen könnten, denn vor Spielfreude strotzt die Truppe in jedem Fall. Musikalisch befindet man sich jedenfalls nicht auf der selbstzweckmäßigen Jagd nach dem nächsten und heftigsten Breakdown, sondern versteht etwa mit dem drückenden „Heads Will Hang“ Songs zu schreiben, die sich vom großen Einheitsbrei abheben. Badolato stellt gleichermaßen auch sein beachtliches Stimmvolumen zur Schau, welches dieser mit Leichtigkeit abzurufen scheint. Mit „Savior Of None/Ashes For All“ biegen FIT FOR ANAUTOPSY dann langsam auf die Zielgeraden ein. Die Sonne ist mittlerweile untergegangen, doch im gleißenden Bühnenlicht türmen sich die Staubschwaden –

kein Wunder, denn die Amis hinterlassen sprichwörtlich Schutt und Asche.

(Patrick)