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Dinkelsbühl | Germany -
Family Business - Soulfly

Family Business – Soulfly

Samstag, 15.08.2026, 20:30 Uhr, T-Stage, SOULFLY

Vor ziemlich genau 30 Jahren kracht es derart im SEPULTURA-Bandlager, dass Fronter Max Cavalera in der Folge aussteigt und dann 1997 SOULFLY ins Leben ruft, deren selbstbetiteltes Debut 1998 erscheint. Mit Cavalera steht hier heute eine echte Szeneikone auf der Bühne; 15 Minuten vor Showbeginn sind die Reihen vor der Bühne aber noch recht licht… Das hat aber eindeutig damit zu tun, dass sich viele Besucher nach dem Main Stage-Knallerpackage aus ORBIT CULTURE und TESTAMENT dann im Anschluss noch von ALESTORM bespaßen lassen (hey, Bier, Piraten UND Quietscheentchen – wer kann dazu schon nein sagen?), deren Ende gleichzeitig die Startzeit von SOULFLY ist. Es strömen also noch konstant Leute auf den Platz, als der Opener „Back To The Primitive“ die Show eröffnet. Vor einem großen Backdrop und mit Tarnnetzen verhüllten Boxentürmen agiert eine top eingespielte und motivierte Band, während der Maestro selbst anfangs etwas angeschlagen und verhalten wirkt. Seine grünen Haare matchen mit Shirt und der quietschgrünen Gitarre und der Fronter fordert gleich zu beginn mehrfach, dass die Leute doch springen sollten, so recht mag der Funke aber noch nicht überspringen. Die Band zeigt sich trotzdem enorm engagiert, der Bassist düst barfuß über die Bühne und Gitarrist Mike DeLeon hat sich als die Haare verteilt wurden offensichtlich gleich mehrfach angestellt – was eine Haarpracht! Mit der Zeit weicht das Tageslicht der Dunkelheit und spätestens mit dem vierten Song „Prophecy“ wacht die Meute dann auf so dass sich Publikum und Band ab da gegenseitig pushen, die Crowdsurfer regelmäßig kreisen und die Fäuste gereckt werden. Reaggae-Vibes leiten später zum Highlight „Bumba“ über bei dem die traditionelle Tribal-Drumming-Session stattfindet. Und die findet heute mit einem Gast statt: Luigi Paraventi grinstüber beide Backen als er die Bühne betritt und genießt seinen Einsatz sichtlich. Der PALEFACE SWISS-Drummer hat ja kürzlich schon sehr kurzfristig für mehrere US-Shows bei GOJIRA ausgeholfen, deren Drummer Visa-Probleme hatte. Max bedankt sich herzlich bei ihm für seinen Einsatz und ruft für den folgenden Song „Bleed“ einen weiteren Gast auf die Bühne: den INCITE-Sänger Ritchie. Dessen Mutter Gloria steht am Bühnenrand, sein Halbbruder Zyon sitzt am Schlagzeug und dessen Vater steht am Mikro – SOULFLY, it’s a family business! Max Cavalera läuft zunehmend zur Höchstform auf, zeigt sich charismatisch und schafft es, dass vor dem Schlusssprint der ganze Platz nochmal in die Hocke geht, bevor dann mit dem„Jump Da Fuck Up“-Intro und dem letzten Song „Eye For An Eye“ der triumphale Schlusspunkt gesetzt wird.

(Tom)