
CASTLE RAT – ein Auftritt der besonderen Art
Im wahrsten Sinne des Wortes etwas zu sehen gibt es abseits der Hauptbühnen im späteren Abendprogramm bei CASTLE RAT. Die US-Amerikaner bespielen derzeit viele europäische Bühnen und wirken daher in ihrem theatralischen Programm in jeder Hinsicht routiniert. Dabei agiert das Quartett musikalisch zwischen BLACK SABBATH und Einflüssen der klassischen New Wave Of British Heavy Metal, während sich optisch
zwischen viel nackter Haut und aufwändiger Klamotte
eine Art Theaterstück zwischen Leadsängerin Riley Pinkerton und der reinen Bühnenkünstlerin Madeline Wright, alias „The Rat Reaperess“, abspielt. Im großen Finale macht Letztere ihrem Namen alle Ehre und holt bei „Siren“ zum abschließenden Todesstoß aus. Auch das zahlreich anwesende Publikum wird durch Zurufe immer wieder eingebunden und ist darüber hinaus mit der Show und den Einzelheiten der verschiedenen Präsentationsebenen bestens vertraut. Dadurch ergibt sich eine tolle Synergie zwischen Band und Zielgruppe und die anfänglich womöglich etwas weird wirkende Präsentation wird zu einer stimmigen, ja runden Angelegenheit. Musikalisch hat die Truppe aus Brooklyn zwischen obskuren Leadgesängen, die an COVEN erinnern mögen, Rhythmen aus dem Proto-Doom-Handwerkszeug und der einen oder anderen MAIDEN-Hommage durch die beiden Gitarren ebenfalls einiges zu bieten. Da Augen und Ohren zu jeder Zeit gefordert werden, vergehen die 40 Minuten wie im Flug und das Publikum verabschiede die Band mit langanhaltenden Jubelrufen und Standing Ovations. Wahrlich ein Auftritt der besonderen Art, der für reichlich Gesprächsstoff gesorgt haben dürfte.
(Patrick)

























