
HATEBREED – einmal durch den Hardcore-Fleischwolf
Sie wecken beim SUMMER BREEZE die müden Geister vor der Bühne mit einem Intro, das sofort klarstellt, wohin die Reise geht: Motörheads „Ace Of Spades“ donnert aus den Boxen und katapultiert die wartende Menge direkt auf Betriebstemperatur.
Es folgt – natürlich – der harte Schnitt. Die ersten Drumschläge von „I Will Be Heard“ eröffnen den Frontalangriff, und HATEBREED legen ohne Umwege los. Frontmann Jamey Jasta peitscht seine Texte mit gereckter Faust in die Meute, während die Crowd jede Zeile begeistert mitgröhlt. Auf und vor der Bühne herrscht vom ersten Moment an Bewegung; Jasta prescht über die Bretter, während zahlreiche Fans seinem Beispiel folgen und den Platz vor der Stage in einen brodelnden Hexenkessel verwandelt.
Mit „Perseverance“ legt die Band direkt nach und bringt die Nackenmuskulatur auf Höchstbelastung. HATEBREED liefert eine kompakte Hardcore-Packung, die keinerlei Verschnaufpausen zulässt. Bei „To The Threshold“ nimmt die Intensität dann sogar noch einmal spürbar zu, prompt kommen endlich auch die ersten Crowdsurfer ins Spiel. Nachdem das Publikum längst warmgelaufen ist, wandern so auch immer mehr Crowdsurfer in Richtung Graben.
Für zusätzliche, sportliche Aktivitäten sorgt ein riesiger, schwarzer Plastikball mit der Aufschrift „Ball Of Death“. Das ungewöhnliche Spielzeug wandert kreuz und quer durch die Menge und gerät dabei mehr als einmal gefährlich nah an die Feuerfontänen.
Ein emotionaler Moment folgt dann bei „Last Breath“. Der Track wird dem verstorbenen L.G. Petrov, dem ehemaligen Sänger von ENTOMBED, gewidmet. Danach geht es wieder mit voller Wucht nach vorne. Bei „Destroy Everything“ eskaliert die Stimmung endgültig, während der „Ball Of Death“ weiter unzerstörbar seine Runde dreht.
„Let me see your fist“
brüllt Jasta ins Mikrofon und fordert damit nicht nur gereckte Fäuste, sondern gleich auch noch mehrere Circlepits on top. Warum mit einem zufriedengeben, wenn auch mehrere gleichzeitig möglich sind? Die Antwort liefert das Publikum prompt: Im Moshpit wird ordentlich Gas gegeben, während die Band auf der Bühne keinerlei Müdigkeitserscheinungen zeigt.
„Live For This“ verwandelt das SUMMER BREEZE dann in einen riesigen Chor. Die Fans shouten die Zeilen inbrünstig und aus voller Kehle mit, bevor die Band mit „No Voice Left For Tomorrow“ praktisch selbst die passende Ansage dazu liefert. „Tear It Down“ machte seinem Namen anschließend alle Ehre und sorgt erneut für Begeisterungsstürme.
Zwischendurch erinnert Jasta die Fans immer wieder daran, sich auch ja das, im November erscheinende, neue Album zu sichern. Inhaltlich wird es bei „As Diehard As They Come“ wieder persönlicher: Der Song ist Gitarrist Wayne Lozinak gewidmet, bei dem 2025 ein Gehirntumor diagnostiziert wurde.
Zum Abschluss machen „In Ashes They Shall Reap“ und „This Is Now“ den Sack zu. HATEBREED drehen das Publikum über ihre Diskografie hinweg einmal komplett durch den Hardcore-Fleischwolf. Das Ergebnis:




































