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Dinkelsbühl | Germany -
IMMINENCE -  Strike A Pose

IMMINENCE – Strike A Pose

Um kurz vor 18 Uhr betreten sechs komplett in schwarz gekleidete Schweden die Main Stage um dort die folgenden sechzig Minuten lang ein Wechselbad der Gefühle zu zelebrieren. Angeführt von Sänger und Teilzeitgeiger Eddie Berg geht es durch einen Querschnitt ihres seitherigen Schaffens, der mit „Temptation“ von ihrem „Heaven In Hiding“-Album beginnt. Die Band bezeichnet ihren Sound selbst als Post-Metalcore und das trifft es auch perfekt. Denn da gibt es ruhige, extrem melodische Passagen sowohl auf Seiten des Gesangs als auch der Musik, die dann immer wieder gekonnt mit Shouts und Metalcore-Geshredde kontrastiert werden. Das Ganze spielt sich vor einer imposanten Kulisse in Form von einer im Bühnenhintergrund über die ganze Breite installierten Wand aus wechselfarbig illuminierten, gotisch daherkommenden Fenstern ab über denen die Videowall im Wechsel das Bandlogo und atmosphärische Animationen zeigt. Ein weiterer auffälliger Aspekt ist die theatralische Performance von gleich mehreren Akteuren:

der Fronter nutzt seinen Geigenbogen immer wieder wie einen Taktstock bzw. einen enorm verlängerten Zeigefinger,

die Bewegungen des Schlagzeugers sind oft nahezu grazil und Gitarrist Harald Barret könnte sich auch als Model etwas dazuverdienen – und inszeniert sich auch entsprechend bei Insta. Ein emotionales Highlight ist das instrumentale „L’appel du vide“ bei dem nur die Gitarristen und der Drummer auf der Bühne agieren bevor für das folgende „Crestfallen“ wieder die komplette Besetzung dazukommt. Vor der Bühne herrscht Begeisterung samt Crowdsurfern und sogar Wall Of Death-Action. Auf den Hinweis des Sängers auf die Tour der Band im Januar 2027 sorgt für tosenden Beifall. File under: sehr gelungener Auftritt!

(Tom)