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Dinkelsbühl | Germany -
Lekker Geheimtipp - Sun Eater

Lekker Geheimtipp – Sun Eater

Freitag, 14.08.2026, 15:30 Uhr, Campsite Circus Stage, SUN EATER

Leider werden SUN EATER ihrem Namen nicht gerecht, denn die Sonne zerhackt uns weiterhin jegliches disziplinarisches Feingefühl, sodass wir uns am frühen Nachmittag mit lekker (Auflösung der Fehlschreibung folgt in Kürze) Bierchen in die Knallhitze stellen, um unsere Ohrkanäle durchpusten zu lassen.

„Lekker Deathcore“ steht auf einem Shirt von SUN EATER. Das wiederum passt wie die moderne Todesfaust aufs Auge, denn was die Frankfurter mit niederländischem Sänger auf die Zirkusbühne bringen, ist nicht zum Lachen – aber zum Freudestrahlen.

Aufstieg im Wirbel des Pitstaubs

Im Vorfeld wurde hier und da gemunkelt, dass SUN EATER für Genrefans (gegebenenfalls auch mehr als nur) ein Geheimtipp sind. Und ja, auch wir konstatieren, dass die Band in Zukunft nicht nur Pitstaub aufwirbeln wird. Für das, was wir heute erleben, wurde der in Metal-Liveberichten inzwischen inflationär verwendete Begriff „Abriss“ erfunden.

Der fette Sound klingt, als würde er am liebsten aus der kleinsten Festivalbühne ausbrechen, um sich direkt auf einer der größeren Stages zu entfalten. Gerade die Slowparts und Breaks beben dermaßen, dass manche nach Rissen im Boden suchen.

Irgendwie passt alles: starkes Timing, prägnantes Drumming mit einem grandiosen Snaresound und einer überrollenden Doublebass, spannende Gitarrenparts, die auch abseits vom tiefen Riffing begeistern, coole Interludien und andere songunterstützende Parts vom Band und eine stimmliche Brachialleistung, zu der wir gern die Meinung von Britta Görtz hören würden.

„Love that bong.“

Fronter Sten Govers honoriert eine aufblasbare Bong und bittet um einen „fucking joint“. Dann kündigt er seinen Liedfavoriten an: „Carnivorous Sky” vom Debüt- und bislang einzigen Studioalbum „Death Crown”. Das Ding startet per Fingerschnippen von 0 auf 100 und steigert die eh schon hohe Bewegungsbereitschaft im Publikum deutlich.

Als Govers mehr Crowdsurfer:innen fordert, machen sich die ersten schon vor dem Songstart auf den Weg. „I love the fucking energy!“ Und wir lieben den geschmackvollen Deathcore von SUN EATER – inklusive lekkeren Nachbebens, das Appetit auf mehr macht.

(Andre)