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Dinkelsbühl | Germany -
Q&A mit Geezer Butler (BLACK SABBATH)

Q&A mit Geezer Butler (BLACK SABBATH)

Bevor das SUMMER BREEZE 2026 mit den ersten Bands auf dem Campsite Circus startet, gibt es im Media Village Kontrastprogramm. Der Metal Business Club, ein in den Niederlanden gegründetes Netzwerk für Menschen aus der Unternehmenswelt, hält das Kick-off-Event seiner deutschen Sparte ab. Neben Vorträgen mit Business-Bezug gibt es Vorstellungen von CrowdPFANDing und der Hardcore Help Foundation. Der Stargast ist Geezer Butler, Bassist und Gründungsmitglied von BLACK SABBATH.

Auf seinem Weg durch die Sitzreihen zur Bühne wird er mit einer Standing Ovation empfangen. Eine Stunde lang plaudert er anschließend aus dem sprichwörtlichen Nähkästchen, moderiert durch Musikjournalistin Katrin Riedl (Metal Hammer). Dabei sind die reinen Fakten, die Fans ohnehin kennen und die seiner Autobiografie zu entnehmen sind, fast Nebensache. Viel eindrucksvoller ist, wie Butler die Stories zum Leben erweckt und sein Publikum auf eine Reise durch die Bandgeschichte mitnimmt.

So erzählt er etwa von den chaotischen Anfängen, in denen die Band von geldgierigen Managern über den Tisch gezogen wurde, davon, wie die Musiker sich langsam zu echten Profis entwickelten, bis hin zum emotionalen letzten Konzert kurz vor Ozzy Osbournes Tod 2025. Dabei spricht er unerwartet offen über seine eigene Vergangenheit und schwere Zeiten. Umso mehr überrascht der Humor, mit dem er immer wieder für herzhaftes Gelächter sorgt, und der beweist, wie ausgeglichen und bodenständig Butler nach all dem Erlebten heute ist.

„KEIN PROBLEM, ICH HABE MIT RONNIE JAMES DIO GEARBEITET.“

Dass eine Fragenstellerin aus dem Publikum aufgrund ihrer geringen Körpergröße stehend kaum die Sitzreihe vor ihr überragt, kommentiert er mit „kein Problem, ich habe mit Ronnie James Dio gearbeitet“. Auch andere Bandkollegen, allen voran Ozzy Osbourne, kassieren den ein oder anderen Seitenhieb. Die meisten Witze reißt Butler jedoch auf eigene Kosten und wirkt dadurch noch sympathischer. Sehr ernst nimmt er dagegen Themen, die für ihn echte Herzensangelegenheiten sind. Dazu gehören sein jahrzehntelanger Veganismus und seine Arbeit im Beagle Freedom Project , bei dem er Beagles aus Zuchtbetrieben für Versuchslabore befreit.

Zum Abschluss gibt es noch gute Nachrichten für alle Fans, denn Butler stellt neue Musik in Aussicht. Ganze 50 Songs hat er bereits geschrieben. Einige davon würde er gerne mit der passenden Stimme am Mikro veröffentlichen. Unter weiteren Standing Ovations geht eine kurzweilige und sehr persönliche Stunde zu Ende. Sein „this is the most nervous I’ve ever been“ kann man ihm angesichts seiner Karriere zwar kaum abnehmen, es unterstreicht aber aufs Neue die Nahbarkeit dieser Legende.

(Angela)