17.00 The Rock´n´Roll Wrestling Bash

Gleich die erste Band des Festivals fiel aus dem Rahmen – denn da stand im Publikumsbereich unübersehbar ein ausgewachsener Boxring rum. Ursprünglich bereits 2003 von Carlos Martinez in Köln als einmaliges Event aus der Taufe gehoben, ging die Mischung aus mexikanischem Wrestling, Trash und Metal dann direkt durchs Dach. Beim Opener brachte Mastermind El Brujo die Menge auf Betriebstemperatur, bevor dann mit dem zweiten Track auch der Moderator Dirty Old Man auf der Bühne erschien und den ersten Kampf des Tages einleitete: Pain Ind. vs. Fireball. Und da das Auge bekanntlich mitisst, gingen vor dem ersten Kampf auch erstmals zwei Ladies auf die Bühne, die sich lasziv und leichtgeschürzt zu den Bandklängen bewegten. Ein Großteil des Publikums war offensichtlich nicht zum ersten Mal bei einer Show und begrüßte die Wrestler euphorisch. Unterm Strich ein mehr als gelungener Auftakt des Festivals.

20.00 Tragedy

Auch die zweite Band des Festivals war alles andere als ein Neuling auf dem Gelände. TRAGEDY aus New York haben hier schon so manches Jahr gleich mehrere Shows gespielt; die (einzige) schlechte Nachricht 2018 lautete also, dass sie dieses Mal nur eine einzige Set spielen. Auf der Bühne tummelte sich also eine wild geschminkte, mit Plateausohlen und Pailetten garnierte Schar die hochmotiviert und –erfreut ans Werk ging – denn vor der Bühne wurden sie schon sehnlichst erwartet und entsprechend begrüßt. Mit der inoffiziellen Bandhymne „Tragedy“ – im Original von den Bee Gees – gings ins launige Set; und das dürfte dann auch unvorbereiteten Hörern schnell das Konzept der Band vermittelt haben: Hits aus der Disco-Ära durch den Metal-Fleischwolf pusten und mit reichlich Glitzerkonfetti abschmecken. Der bandeigene Haussklave Lance wuselte wie gewohnt im Matrosenanzug über die Bühne, tupfte den Muckern den Schweiß von der Stirn, heizte die Menge an und zündete die ein oder andere Konfetti-Ladung. Highlights war das Mashup aus Slayers „Raining Blood“ und „Its Raining Men“ von den Weathergirls. Aber auch bei John Denvers „Take Me Home, Country Roads“ schmetterte der ganze Platz den Refrain mit!

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